Demenz - Die Krankheit
![]() |
Dennoch steigt das Risiko an einer Demenz zu erkranken, mit zunehmendem Alter. So leidet im Alter zwischen 65 und 69 Jahren jeder Zwanzigste daran, aber zwischen 80 und 90 ist schon fast jeder Dritte betroffen. Weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Mitbürger zunehmen wird, erwartet man auch eine Zunahme an Demenzkranken. So rechnen Experten für das Jahr 2030 zum Beispiel mit 2,5 Millionen Betroffenen allein in Deutschland.
Altersabhängigkeit der Demenz
Demenzformen
a) Primäre Demenzen
Bei einer Demenzerkrankung lassen die Hirnfunktionen schleichend und schrittweise nach. Rund 90 Prozent aller Demenzfälle bei über 65-Jährigen sind sogenannte primäre Demenzen. Spezialisten unterscheiden, ob die Nervenzellen des Gehirns "degenerieren", also ohne äußerlich erkennbare Ursache untergehen - wie bei der Alzheimer-Krankheit -, oder ob sie z.B. wegen Durchblutungsstörungen schwere Schäden erlitten haben (eine solche Form wird als vaskulärer Demenztyp bezeichnet). Es ist auch möglich, dass beides zusammen vorkommt, dann spricht man von einer gemischten Demenz.
b) Sekundäre Demenzen
Der geistige Verfall kann aber auch Folge einer anderen organischen Erkrankung wie einer Hirnverletzung, einer Hirngeschwulst oder einer Herz-Kreislauf-Krankheit sein; auch Arzneistoffe und Gifte wie Alkohol oder andere Drogen können dazu führen. Wenn die Grunderkrankung wirksam behandelt wird, Giftstoffe das Gehirn nicht mehr belasten oder Verletzungen geheilt sind, normalisiert sich meist die geistige Leistungsfähigkeit.



