Die Krankheit
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So entstehen Haemorrhoiden
Im Grunde sind Hämorrhoiden nichts anderes als Krampfadern, so genannte Varizen. Sie befinden sich außerhalb oder innerhalb des Enddarms, bzw. im Bereich des Ringmuskels. Man unterscheidet äußere und innere Hämorrhoiden. Wie bei den Krampfadern der Beine kommt es in den Hämorrhoiden zu einer Blutstauung. Das Leiden tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern.
Es entwickelt sich selten vor dem 20. Lebensjahr. Zu Hämorrhoiden neigen im Allgemeinen diejenigen Frauen und Männer, die von einer allgemeinen Bindegewebsschwäche betroffen sind.
So machen sich Hämorrhoiden bemerkbar
Meistens machen sich Hämorrhoiden zunächst durch Jucken bemerkbar, das oft nach dem Stuhlgang und nach dem Zubettgehen besonders intensiv wird.
Manchmal besteht auch das lästige Gefühl, beim Stuhlgang werde nicht der gesamte Darminhalt aus dem Enddarm herausbefördert.
Erst sind Hämorrhoiden unangenehm, dann schmerzhaft. Brennende, stechende, drückende und dumpfe Schmerzgefühle treten bei entzündlichen Veränderungen auf. Oft kommt Nässen hinzu.
Ein häufiges Zeichen von Hämorrhoiden sind Blutungen, die gelegentlich nach dem Stuhlgang spritzenden oder tropfenden Charakter haben können. Das Blut ist hellrot und nicht mit dem Stuhl vermengt. Die Blutung erfolgt vor, während oder unmittelbar nach dem Stuhlgang. Mitunter ist sie so gering, dass lediglich das Klosettpapier oder dasWasser im Klosettbecken verfärbt wird, sie kann aber auch ein erschreckendes Ausmaß annehmen. In den meisten Fällen ist das Blut der Kotsäule angelagert.
Haemorrhoidalvorfall
Sobald sich die Hämorrhoiden vergrößern, neigen sie zu einem Vorfall. Gemeint ist damit eine sehr starke Venenerweiterung mit Bildung größerer äußerer Hämorrhoidalknoten. Zunächst ziehen sie sich von selbst zurück, später ist händische Hilfe erforderlich. Der Ringmuskel kann auf die Hämorrhoiden eine starke Schlingenwirkung ausüben. Schwellung, Überdehnung und Muskelkrampf lösen heftige Schmerzen aus, die durch Sitzen, Husten und direkten Druck weiter verstärkt werden.
Schmerz und Belästigung entstehen auch, wenn Komplikationen hinzutreten, z.B. Infektionen oder Analfissur (Riss in der Afterschleimhaut). Der schneidende, örtlich begrenzte Schmerz dagegen wird durch den Krampf ausgelöst, mit dem der Ringmuskel auf die Verschmutzung der oberflächlichen Muskeln reagiert; er kann zwischen 40 Minuten und 10 Stunden nach der Stuhlentleerung andauern.
In schweren Fällen hilft dann oft nur mehr die operative Intervention.



