Symptome der Parkinsonkrankheit
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Sie sind bei jedem Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt, beginnen oft einseitig und können sich unterschiedlich schnell entwickeln.
Tremor - Ruhezittern
Bei ca. der Hälfte aller Patienten ist der Ruhetremor das erste deutlich sichtbare Symptom für die Erkrankung. Ruhezittern tritt meist bei körperlicher Entspannung auf und wird durch innere Anspannung verstärkt. Betroffen sind häufig Hände oder Füße.
Gemütsbewegungen des Parkinsonpatienten beeinflussen den Ruhetremor sehr stark. Bei seelischem Stress, zum Beispiel durch Auftritte in der Öffentlichkeit, kann sich das Zittern verstärken. Im Schlaf verschwindet es meist völlig.
Rigor - Muskelsteifheit
Ebenfalls unwillkürlich, also durch den Willen nicht beeinflussbar, ist die andauernde Muskelspannung (Rigor), die als Steifheitsgefühl in Armen und Beinen erlebt wird. Bewegungen können nur noch mühsam, gegen den Widerstand der angespannten Muskulatur ausgeführt, Arme und Beinen können nur noch ruckartig bewegt werden. Mediziner sprechen hier vom so genannten Zahnradphänomen.
Die Spannung in der Streck- und Beugemuskulatur ist Auslöser für die oft gebeugte und manchmal seitwärts geneigte Haltung vieler Parkinsonpatienten. Schmerzen im Hals- und Schulterbereich, aber auch in den Armen und Beinen sind Begleiterscheinungen des Rigors.
Akinese - Verlangsamung und Schwächung der Bewegungen
Die Akinese wird als Bewegungsarmut definiert. Ihre Ausprägungen reichen vom verlangsamten Bewegungsablauf (Bradykinese) bis zur deutlich geschwächten Beweglichkeit (Hypokinese). Auch eine plötzliche Blockade der Bewegung (Freezing-Effekt) kann auftreten.
Die Akinese verändert auch das Gehen. Es wird schwungloser und auf kleine, kurze Schritte reduziert. Die Arme schwingen nicht mehr mit. Spontanes Umdrehen ist fast nicht mehr möglich. Mitunter ist auch der Bewegungsablauf völlig blockiert.
Der Patient braucht länger, um aus dem Liegen oder Sitzen aufzustehen oder aus dem Stand die ersten Schritte zu machen. |
Eine volle Kaffeekanne zu heben oder das Fleisch auf dem Teller zu schneiden, ist ebenfalls mühsamer als vor der Erkrankung. |
Verkleinerte Handschrift
Die geschwächte Beweglichkeit der Arme und Hände hat Auswirkungen auf die Schrift. Die Buchstaben werden kleiner, die Schrift zittriger. Diese Veränderung werten Mediziner häufig als erstes Anzeichen für eine Parkinson-Erkrankung.
Gehemmte Sprechmuskeln (Monotone Flüsterstimme)
Durch die Akinese ist auch die Sprech- und Atem-Muskulatur beeinträchtigt. Das Sprechen und richtige Artikulieren von Worten bereitet Schwierigkeiten. Die Stimme wird leise und tonlos, wie eine Flüsterstimme.
Gehemmte Gesichtsmuskeln (Maskengesicht)
Infolge der Bewegungsarmut verliert das Gesicht an Ausdruck. Die gehemmten Gesichtsmuskeln können sich nicht mehr der jeweiligen Situation anpassen. Das Gesicht wirkt dann wie eine Maske.
Schluckstörungen (vermehrter Speichelfluss)
Die eingeschränkte Schluckfähigkeit führt dazu, dass Parkinson- Patienten einen Teil des Speichels nicht mehr schlucken können. Das behindert auch beim Sprechen.
Häufige Begleiterscheinungen:
- Gestörte Wärmeregulierung und vermehrtes Schwitzen
- Salbengesicht
- Niedriger Blutdruck
- Blasenentleerungs-Störungen und starker Harndrang durch beeinträchtigte Schließmuskulatur und mangelndes Zusammenspiel mit der Blasenmuskulatur
- Verstopfung durch verlangsamte Darmbewegung
- Seelische Verstimmungen



