Krankheit: Vigilanzstörungen
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Unter Bewusstsein versteht man in der klinischen Diagnostik den Status des Wachseins und die psychologisch verstehbare Reaktion auf Umweltreize. Störungen des quantitativen Bewusstseins werden in Abhängigkeit vom Wachheitsgrad des Organismus definiert und weisen folgende Stufen auf:
Benommenheit
Verlangsamte, lückenhafte, unpräzise ReaktionenSomnolenz
Der Patient muss durch äußere Reize immer wieder geweckt werdenSopor
nur starke Weckreize können den Patienten kurzdauernd aus dem schlafähnlichen Zustand weckenKoma
Der Patient ist auch durch stärkste Reize nicht zu einer willkürliche, d.h. bewusst gewollten Handlung zu bringen; unbewusste reflektorische Vorgänge sind provozierbar
Demnach liegt eine Bewusstseinsminderung dann vor, wenn eine Reaktion auf äußere Reize verzögert oder vermindert ist, oder ungewöhnlich intensive Reize benötigt werden, um sie auszulösen.
Die Wachheit ist die Voraussetzung von Vigilanz und Antrieb. Vigilanz beansprucht zusätzlich zur Wachheit die Aufmerksamkeit, d.h. die Reaktionsbereitschaft auf kognitive oder emotionale Reize. Wenn Vigilanz eine zielgerichtete Dynamik beinhaltet (z.B. zum Angehen einer bestimmten Handlung), dann spricht man von Antrieb.



